VorsorgePlus Logo VorsorgePlus Kontakt aufnehmen

Betriebliche Altersvorsorge in Deutschland

Verstehe Entgeltumwandlung, Arbeitgeberzuschuss und Portabilität — deine umfassende Orientierung für finanzielle Sicherheit im Alter

5 Versorgungsarten
19,1% Durchschn. Arbeitgeberzuschuss
100% Portabilität gewährleistet
Finanzberater analysiert Altersvorsorgeoptionen mit Dokumenten und Diagrammen

Warum Betriebliche Altersvorsorge wichtig ist

Die Rente allein reicht oft nicht. Mit bAV sparst du steuergünstig für deine Zukunft

Hast du schon bemerkt, dass die Rente immer kleiner wird? Das ist die Realität für viele Arbeitnehmer in Deutschland. Deshalb ist eine zusätzliche Altersvorsorge nicht optional — sie ist notwendig.

Betriebliche Altersvorsorge ist einer der smartesten Wege, um das zu ändern. Du sparst mit Steuervergünstigungen, dein Arbeitgeber kann zuschießen, und die meisten Versorgungsarten bieten echte Sicherheit. Plus, wenn du den Job wechselst, bleibt dein Ersparter Geld erhalten.

Steuersparend — bis zu 8.832 Euro jährlich
Arbeitgeberzuschuss — durchschnittlich 19,1%
Portabel — Anrechte folgen dir zum neuen Arbeitgeber
Flexibel — verschiedene Versorgungsarten zur Auswahl
Geschäftsfrau in modernem Büro plant ihre Altersvorsorge mit Dokumenten und Laptop

Die fünf Versorgungsarten erklärt

Jede Form hat Vor- und Nachteile. Wir machen sie verständlich

Direktversicherung

Die Versicherung läuft auf deinen Namen. Einfach, transparent und bei Jobwechsel problemlos übertragbar. Ideal für kleine und mittlere Unternehmen.

Pensionskasse

Unabhängige Versorgungseinrichtung für mehrere Betriebe. Oft bessere Leistungen als Direktversicherung, besonders bei großeren Unternehmen.

Pensionsfonds

Moderne Variante mit flexibler Geldanlage. Höhere Renditen möglich, aber auch höheres Risiko. Für risk-affine Arbeitnehmer interessant.

Direktzusage

Der Arbeitgeber zahlt direkt an dich aus. Hohe Sicherheit durch Insolvenzschutz. Aber oft komplizierter in der Handhabung.

Unterstützungskasse

Stiftungsähnliche Einrichtung, oft für Führungskräfte. Großes Sparpotenzial, aber weniger Flexibilität bei Jobwechsel.

Entgeltumwandlung verstehen

Wie du mit Gehaltverzicht clever sparst und Steuern sparest

Dokumente zur Entgeltumwandlung mit Taschenrechner und Stift auf Schreibtisch

Entgeltumwandlung klingt kompliziert, ist aber eigentlich einfach: Du verzichtest auf einen Teil deines Gehalts, und dieser Betrag fließt direkt in deine Altersvorsorge. Klingt zunächst nach Nachteil — aber es ist genau das Gegenteil.

01

Vereinbarung abschließen

Du vereinbarst mit deinem Arbeitgeber, einen Teil deines Brutto-Gehalts in die bAV einzahlen zu lassen

02

Steuern sparen

Die eingezahlten Beträge sind von Einkommensteuer befreit — bis zu 8.832 Euro pro Jahr

03

Im Alter auszahlen

Im Ruhestand erhältst du deine Leistungen — monatliche Rente oder Kapitalauszahlung

Das Wichtigste: Dein Netto-Gehalt sinkt nicht proportional, weil Sozialversicherungsbeiträge entfallen. Praktisch bedeutet das: Du sparst bei gleichem oder nur leicht reduziertem Netto-Einkommen.

Arbeitgeberzuschuss — Kostenlose Mehreinnahmen

Dein Arbeitgeber muss mindestens 15% der Entgeltumwandlung zuschießen

Gesetzlicher Mindestzuschuss

Mindestens 15% der Summe, die du über Entgeltumwandlung sparst. Das ist nicht optional — das ist Gesetz.

Beispiel: Du sparst 200 Euro monatlich per Entgeltumwandlung. Dein Arbeitgeber muss mindestens 30 Euro monatlich zuschießen — das sind 360 Euro pro Jahr kostenlos.

Durchschnittliche Zuschüsse

Viele Arbeitgeber zahlen freiwillig deutlich mehr als die Mindestanforderung. Durchschnittlich liegt der Zuschuss bei etwa 19,1% — manche Großunternehmen zahlen 20-25%.

Tipp: Frag nach der Zuschussquote deines Unternehmens. Nicht alle kommunizieren das aktiv, aber die meisten sind bereit zu zahlen.

Was beim Jobwechsel passiert

Wenn du kündest, verlierst du den Zuschuss deines alten Arbeitgebers — aber nur für zukünftige Einzahlungen. Bereits eingezahlte Zuschüsse bleiben auf deinem Konto.

Wichtig: Der neue Arbeitgeber kann dir wieder einen Zuschuss zahlen — oft sogar mit neuer Vereinbarung zu besseren Bedingungen.

Portabilität — Dein Geld folgt dir

Jobwechsel muss nicht bedeuten, dass du deine Altersvorsorge verlierst

Eines der größten Missverständnisse: Viele glauben, dass ihre bAV verloren geht, wenn sie kündigen. Das ist falsch. In Deutschland gibt es klare Regeln zum Schutz deiner Anrechte.

Das Prinzip der Portabilität

Deine Anrechte — das Geld, das du und dein Arbeitgeber eingezahlt haben — gehören dir. Sie sind geschützt und folgen dir zu deinem neuen Arbeitgeber oder können auf ein Depot übertragen werden. Das ist das Kernprinzip der Portabilität.

1

Übertrag zum neuen Arbeitgeber

Der neue Arbeitgeber übernimmt deine bisherige Versorgung und führt sie in sein System ein. Oft die beste Lösung — dein Ersparter bleibt in der Versorgung.

2

Übertrag in externe Versorgung

Du lässt deine Anrechte in einer Pensionskasse oder Direktversicherung weiterlaufen, auch wenn du nicht mehr beim alten Arbeitgeber arbeitest.

3

Depot-Lösung

Für spezielle Versorgungsarten: Deine Anrechte werden in ein Depot übertragen und separat verwaltet bis zur Rente.

Wichtig zu wissen: Du musst dich selbst um die Portabilität kümmern. Informiere deinen neuen Arbeitgeber oder nimm Kontakt mit deiner alten Versorgungseinrichtung auf, bevor dein Arbeitsverhältnis endet.

Unsere Guides zur Betrieblichen Altersvorsorge

Tiefer einsteigen mit ausführlichen Erklärungen und praktischen Tipps

Dokumente und Stift auf einem Schreibtisch mit Kaffee und Brille

Entgeltumwandlung verstehen: Wie du Steuern sparen kannst

Erfahre, wie Entgeltumwandlung funktioniert und welche Vorteile sie für dein Netto-Einkommen hat.

Zum Artikel
Geschäftsfrau mit Tablet analysiert Altersvorsorge-Optionen

Arbeitgeberzuschuss: Was der Arbeitgeber zahlen muss

Welche Zuschussquoten sind üblich und wie sichern dir gesetzliche Regelungen finanzielle Unterstützung?

Zum Artikel
Versicherungsvertrag und Dokumentation für Direktversicherung

Direktversicherung und Pensionskasse im Vergleich

Lerne die Unterschiede zwischen Direktversicherung und Pensionskasse kennen und finde heraus, welche zu dir passt.

Zum Artikel

Was Arbeitnehmer über ihre bAV sagen

Echte Erfahrungen von Menschen, die ihre Altersvorsorge aktiv gestalten

“Ich war skeptisch, ob sich die Entgeltumwandlung wirklich lohnt. Aber nachdem mein Arbeitgeber mir die Zahlen gezeigt hat — mit Steuersparnis und seinem Zuschuss — war ich überzeugt. Jetzt spiele ich monatlich 250 Euro in meine Direktversicherung ein und merk’s beim Netto kaum.”

Marcus, 38

IT-Spezialist

“Der Jobwechsel war für mich anfangs ein Problem — ich dachte, ich verlier’ alles. Mein Berater hat mir erklärt, dass die Portabilität genau dafür da ist. Meine alte Versorgung läuft jetzt extern weiter, und bei meinem neuen Arbeitgeber hab’ ich eine neue bAV abgeschlossen. Doppelt gut.”

Sandra, 42

Projektmanagerin

“Ehrlich? Ohne meine bAV würd’ ich jetzt nicht so ruhig schlafen. Die gesetzliche Rente reicht einfach nicht. Mit meinen regelmäßigen Einzahlungen und dem Zuschuss meines Arbeitgebers hab’ ich ein gutes Gefühl für später.”

Thomas, 35

Handwerksbetriebsleiter

Häufig gestellte Fragen

Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Betrieblichen Altersvorsorge

Verliere ich meine bAV, wenn ich kündige?

Nein. Deine eingezahlten Anrechte — von dir und deinem Arbeitgeber — bleiben erhalten. Du kannst sie zum neuen Arbeitgeber übertragen, extern laufen lassen oder ins Depot übernehmen. Das ist die Portabilität.

Wie viel kann ich maximal durch Entgeltumwandlung sparen?

Bis zu 8.832 Euro pro Jahr sind von Einkommensteuer befreit (2024/2025). Bei Sozialversicherungsbeiträgen sind es bis zu 3.456 Euro. Die genauen Grenzen ändern sich jährlich — frag bei deinem Arbeitgeber nach.

Ist die Direktversicherung besser als die Pensionskasse?

Beide haben Vor- und Nachteile. Direktversicherung ist einfacher und persönlicher. Pensionskasse bietet oft bessere Renditen durch Pooling-Effekte. Das hängt von deinem individuellen Fall ab — lass dich beraten.

Muss mein Arbeitgeber wirklich einen Zuschuss zahlen?

Ja. Bei Entgeltumwandlung muss der Arbeitgeber mindestens 15% der eingezahlten Summe zuschießen. Das ist nicht optional — das regelt das Betriebsrentengesetz (BetrAVG).

Was passiert mit meiner bAV, wenn ich in Rente gehe?

Das hängt von deiner Versorgungsart ab. Bei den meisten erhältst du eine monatliche Rente oder kannst dich den Betrag auszahlen lassen. Manche Verträge bieten auch Kombinationen. Frag deine Versorgungseinrichtung nach den Optionen.

Kann ich meine bAV auch selbst finanzieren?

Ja. Du kannst auch Beiträge zahlen, die nicht von Entgeltumwandlung kommen — dann nennt sich das “Gesamtversorgung”. Oft ist das sinnvoll, um die jährlichen Steuergrenzen zu nutzen.

Bereit, deine Altersvorsorge zu gestalten?

Wir helfen dir, die richtige Versorgungsart zu finden und deine Entgeltumwandlung optimal zu strukturieren. Unverbindlich und kostenfrei.

Jetzt Kontakt aufnehmen